Juli 20, 2017 Entruempelungsprofis

Ist Ihr Umzug gut geplant?

Umzugs Checker

Wenn bei Ihnen ein Umzug ansteht, sollten Sie im Vorfeld alles gut planen, um sich viel Stress zu ersparen. Wir zeigen Ihnen, was Sie alles beachten sollten.

Bevor der Termin für Ihren Umzug in Reichweite ist, sollten Sie sich eine Liste anfertigen, auf der Sie alle noch anstehenden Aufgaben notieren. Diese Liste sollte sehr detailliert ausfallen und wirklich alle Aufgaben enthalten, die für den Umzug wichtig sind. Zu so einer Liste gehören nicht nur Dinge wie private Sachen einpacken, sondern auch Kündigungsschreiben, Umzugstransporter und Ähnliches.

Gut geplant ist halb geschafft

Mit der Planung sollten Sie sich möglichst bald beschäftigen, wenn Sie eine Wohnung gefunden haben, die Ihnen zusagt. Je besser Sie Ihren Umzug vorbereiten, desto ruhiger und angenehmer wird der Tag X verlaufen. Stress machen Ihnen im Endeffekt meistens die Kleinigkeiten. Viele Dinge, die zu einem Umzug gehören, fallen meistens erst dann auf, wenn es zu spät ist. Dazu gehört zum Beispiel das rechtzeitige Reservieren eines Parkplatzes vor der alten und der neuen Wohnung. Viel Zeit und Energie geht verloren, wenn Sie die Möbel weit tragen müssen, weil vor dem Haus kein Platz ist. Es lohnt sich also schon aus diesem Grund, alles im Vorfeld gut zu planen.

Der Umzug beginnt mit einer Checkliste

Haben Sie eine schöne Wohnung gefunden? Dann denken Sie daran, dass die alte Wohnung drei Monate im Voraus gekündigt werden muss. In ihrem Vertrag können Sie nachlesen, ob Sie irgendwelche Schönheitsreparaturen vornehmen müssen. Vielleicht sind Sie ja auch auf der Suche nach einem Nachmieter für Ihre alte Wohnung. Auch der kann nicht von einem Tag auf den anderen einziehen, denn in der Regel muss auch der Nachmieter seine Kündigungsfrist einhalten.Wenn Sie den neuen Mietvertrag schon in der Hand haben, sollten Sie ihn sorgfältig durchlesen und bei Fragen noch einmal mit dem Vermieter Rücksprache nehmen. Ist alles in Ordnung, können Sie den Mietvertrag unterschreiben und die Mietkaution für die neue Wohnung zahlen. Wichtig sind nun die Termine für die Wohnungsübergabe. Für die alte Wohnung erstellen Sie gemeinsam mit dem Vermieter ein Übergabeprotokoll, in dem sämtliche Mängel und Zählerstände aufgeführt werden müssen. So sind Sie vor Überraschungen sicher und können ganz gelassen nach dem Umzug Ihre alte Wohnung übergeben. Genauso verfahren Sie auch mit der neuen Wohnung. Auch hier ist ein Übergabeprotokoll wichtig, damit es später nicht wegen Details zum Streit kommen kann.

Der Umzug rückt näher

So allmählich wird es Zeit, an die praktischen Dinge zu denken. Ziehen Sie innerhalb der Stadt um, steht Ihnen ein Tag Sonderurlaub für den Umzug zu. Geht es in eine andere Stadt, bekommen Sie zwei Tage Sonderurlaub. Vor dem großen Umzug ist Gelegenheit, Dachboden und Keller schon einmal auszuräumen. Nicht alle Dinge werden Sie mit in die neue Wohnung nehmen wollen. Sortieren Sie den Rest gründlich. Einige Dinge lassen sich noch zu Geld machen, während andere Sachen nur noch für den Sperrmüll gut sind oder sogar in den Sondermüll gehören. Überlegen Sie im Vorfeld, ob Sie ein Umzugsunternehmen beauftragen oder den Umzug selber durchführen möchten. Wenn Ihnen ein Umzugsunternehmen zur Seite stehen soll, warten Sie nicht zu lange mit dem Termin. Gute Umzugsunternehmen haben meistens einen vollen Terminkalender.

Im Vorfeld sollten Sie auch an eine Halteverbotszone denken. Das erspart Ihnen und Ihren Helfern viel Arbeit. Wenn Sie aus beruflichen Gründen umziehen, beteiligt sich der Fiskus an den Kosten. Heben Sie unbedingt alle Belege und Quittungen auf, die irgendwie mit dem Umzug im Zusammenhang stehen. Ummeldungen für Strom oder Gas, Telefon und Internet sollten Sie jetzt vornehmen, damit in der neuen Wohnung alles reibungslos funktioniert. Ummelden sollten Sie sich auch bei der Krankenkasse, dem Jobcenter, der Rentenstelle, bei Vereinen und allen anderen Stellen, denen Sie Ihre Adresse gegeben haben. Am besten ist es, wenn Sie bei der Post einen Nachsendeauftrag stellen. Dann kommt Ihre Post auf jeden Fall in die neue Wohnung.

Jetzt wird es langsam ernst mit dem Umzug

Besorgen Sie sich im Vorfeld reichlich Umzugskartons. Sie werden erstaunt sein, was sich im Laufe der Jahre angesammelt hat. 100 Umzugskartons für eine Dreizimmerwohnung sind nicht ungewöhnlich. Dazu brauchen Sie Tragegurte, Abdeckfolie oder Decken zum Auspolstern. Haben Sie ein Umzugsunternehmen beauftragt, werden Ihnen diese Dinge meistens gestellt. Achten Sie darauf, Ihre Kartons richtig zu beschriften. Das spart Ihnen und Ihren Helfern beim Ausräumen viel Zeit.

Bevor die Möbel in die neue Wohnung kommen, sollten Sie dort einen Stellplan aufhängen. So wissen Ihre Helfer genau, wo welches Teil hingehört. Persönliche oder sehr wertvolle Dinge können Sie mit dem eigenen Pkw transportieren. Wenn Sie Ihre Helfer bei Laune halten wollen, vergessen Sie nicht, dass ein Umzug hungrig und durstig macht. Bereithalten sollten Sie auch eine kleine Grundausstattung an Erste-Hilfe-Utensilien. Es kann doch immer mal etwas passieren, auch wenn das niemand hofft.

Am besten ist es, wenn Sie in der neuen Wohnung zuerst die Möbel platzieren können und danach die dazugehörigen Kartons. Wenn die alte Wohnung leer geräumt ist, sparen Sie sich viel Stress mit dem ehemaligen Vermieter, wenn Sie die Wohnung noch einmal reinigen. Notieren Sie sich sämtliche Zählerstände für Strom, Gas und Wasser in der neuen und in der alten Wohnung.

In der neuen Wohnung angekommen

Erst wenn Sie alle Aufgaben erledigt haben, sind Sie wirklich umgezogen. So müssen Sie sich unter anderem in einer gesetzlich festgelegten Frist beim Einwohnermeldeamt ummelden. Briefkasten und Klingel sollten Sie möglichst bald mit ihrem Namen versehen. Vielleicht ist das auch der richtige Zeitpunkt, sich bei den Mitbewohnern im Haus vorzustellen und sich für das Verständnis für eventuelle Unannehmlichkeiten beim Umzug zu bedanken.